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MÖRLAU, HELAU! – Nirgendwo besser als in Usaland

Obwohl der Sonntagmorgen noch wie der „Weiße Karneval“ aussah, gab es für den großen Karnevalszug in Ober-Mörlen keinen Schnee auf den Straßen.

„Und das nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter, wenn es schneit“, hallte durch die Lautsprecher vor der Bühne des Schlosses. Obwohl der Morgen wie „Weißer Karneval“ aussah, gab es für den Karnevalszug in Ober-Mörlen keinen Schnee auf den Straßen. Die Ober Mörler tanzten fröhlich einen „Schneewalzer“ durch die Straßen, noch bevor der Zug abfuhr. Selbst bei Kälte lächelte er nur leicht und winkte weg. Schließlich wurden auch knapp 20.000 Besucher gut mit Glühwein versorgt.

 

„Elf, zehn, neun….“, mit einem Countdown um 14:11 Uhr, markierte den Beginn des Karnevalszuges mit seinen 112 Zugnummern, dem längsten Drachen der Wetterau. Das Werbeduo Burkhard Wahl und Johannes Möbs präsentierte die Spannung der Schloss-Bühne mit viel Humor.

29 Variabel

Getreu dem diesjährigen Motto „»Er kimmt’ auch dies’ Jahr ganz bestimmt«“ zogen um 1900 Karnevalisten in bunten Kostümen mit 29 Wagen, zwölf Musikgruppen und zahlreichen Fußgruppen durch die Straßen von Mörlau. Über eine Distanz von vier Kilometern, etwa sechs Tonnen „Hagel“, „Hagel“, „Wurfmaterial“ auf die Verrückten. Die erste Ober-Mörler Karnevalsgesellschaft „Mörlau“ war der Veranstalter von 32 der 112 Zugnummern.

Ein Highlight: das MCC-Auto „World Cup 2018“, das zu Recht „World Cup 2018 – ohne uns“ genannt wurde. Manche kriechen „nach Hause“, andere „nachher“ oder „nachher“. Zu diesem Zweck wurde das „Käs‘ Licht“ unter die Menschen gebracht. König Fußball- war auch für die KG Mörlau ein Thema: „Russian Fair Play“, die entsprechenden Fahnen für die WM wurden den Zuschauern „zur Verfügung gestellt“. KG Mörlau war auch stolz, das neue Themenauto des Rates der Elf Jugendlichen zu präsentieren. Süßer Zucker der kleine Wächter der KG. Pater Ryszard Strojek hingegen rannte in den Bordwagen.

Die Geister der Zeit kommen wie Quallen.

„In Blau und Fußballanzügen machen wir alles selbst“, sagt der SV Ober-Mörlen. „Wenn du auch am Sonntag Fußball gespielt hast, wie du feiern kannst“, lautete die Antwort des Sprechers. Der Höhepunkt endete: das Auto der KG Mörlau mit dem Fürstenpaar, seinem Prinzen Jochen I. Wahnsinn und seiner Prinzessin Bianca I. Süße, begleitet von Marschall Markus Werner und der Hofdame Jenni Werner.

Aktive Mitglieder der vielen teilnehmenden Vereine waren schon immer von ihren Kostümen und ungewöhnlichen Ideen beeindruckt. Gleiches gilt für den Zeitgeister, der sein 30-jähriges Bestehen feierte und in Form von Quallen kam. Zahlreiche lokale Karnevals und Clubs, der Hiesbach, der VWC Wisselsheim, die Wetterpiraten Ober-Hörgern, die KG „Narrenzunft“ in Nieder-Weisel oder die Narren in Nieder-Wöllstadt, Assenheim, Ockstadt, Rosbach, Okarben und Florstadt.

„Die Parade endet nie.“

Begleitet wurde der Zug von Orchestern und Musikern aus Großen-Linden, Frankfurt-Harheim, Ockstadt, Steinbach, Blofeld, Dorn-Assenheim, Eichelsdorf, Nieder-Mörlen, Oppershofen, Hundstadt, Dorheim und dem Ussari Rossi des MCC. „Ein MCC-Präsident in Florstadt, Hendrik Schaupp, fragte vorab: „Wird der Umzug bei schlechtem Wetter abgesagt? Er lachte nur und sagte: âIn Ober-Mörlen kommt der Umzug nicht zu kurzâ.

Die Narren spenden 250 Euro an „Humor hilft heilen“

Butzbach-Nieder-Weisel: Statt mit Blumen gefeiert zu werden, füllen die Trainer der Narrenzunft Nieder-Weisel jedes Jahr einen Spendenstab. Diesmal geht der Erlös an eine Stiftung, die für Karneval besonders attraktiv ist.

KG Narrenzunft Nieder-Weisel spendete 250 Euro an die Stiftung Humor Hilft Heilen für ihr Sommerfest. Jahr für Jahr weigern sich die Ausbilder, Blumensträuße als Zeichen der Anerkennung für ihre Arbeit anzunehmen, stattdessen wird das Geld für eine Spende zur Verfügung gestellt.

Die Stiftung „Humor hilft heilen“ in Darmstadt wurde vor vielen Jahren von Dr. Eckhart von Hirschhausen gegründet, der zusammen mit Catrin Lutz auch Mitglied der Geschäftsleitung ist. Zweck der Stiftung ist es, das therapeutische Lachen dort zu fördern, wo es gebraucht wird. „Eine für einen Karnevalsverein geeignete Institution“, findet die Nieder-Weisel KG Narrenzunft.

 

Narren loben Tänzer und beklagen den Mangel an Rednern

Butzbach-Nieder-Weisel: Vorstandswahlen, zahlreiche Ehrungen und die Aussicht auf die bevorstehende Kampagne standen kürzlich auf der Mitgliederversammlung der Narrenzunft Nieder-Weisel im Clubraum der Mehrzweckhalle in Nieder-Weisel auf dem Programm.

Zunächst gab es viel Lob für die vielen Veranstaltungen im vergangenen Jahr. Auch das Treffen der Kinder und Jugendlichen war ein Erfolg. Tanzgruppen sind das „absolute Flaggschiff des Clubs“, ob Garten, Mariechen oder Tanzgruppen von kleinen oder großen Shows. Jedes Jahr boten sie die beste Leistung. Auch hier gilt es, den Nachwuchs zu fördern und zu ergänzen. Nur die Karnevalsredner sind im Moment etwas besorgt um Julian Welker, die ganz Kleinen, sagte er. Die Mitglieder des Vereins sollten sich überlegen, ob sie die Plattform „betreten“ wollen, um diese Lücke zu schließen.

Präsident Jürgen Abendroth stellte die Aussichten für die Saison 2015/2016 vor und der „2. Weiseler Gaudicup“ findet am Samstag, 25. April, in der Mehrzweckhalle Nieder-Weisel statt. Mit den Mitgliedern der Tanzgruppe „imPuls“ und den Kehloff Cookies übernehmen die jungen Mitglieder des Vereins die Verantwortung für die neue Veranstaltung. Natürlich wird dies unterstützt.

Auch die Auto- und Korridorbauer, die beiden eigenen Gesangsgruppen, das Fool Quartet „plus“ und die Bembelsänger wurden ausgezeichnet. Neben den Aussichten waren die Neuwahlen ein wichtiger Punkt. Die ehemalige Vizepräsidentin Nicole Narwosch wurde in ihrem Amt bestätigt. Dasselbe geschah mit Kassiererin Kornelia Sprankel, Sekretärin Sabine Späth und Jugendleiterin Karen Hofmann. Julian Welker wurde ebenfalls für weitere zwei Jahre zum Präsidenten ernannt. Roger Wedemann übernimmt das Amt der Revisorin Sabine Wedemann.

Weitere Auszeichnungen waren fällig. Greta Marie Freier, Anne-Sophie Göbler, Lisa Sannwald, Dominik Dein, Steffen Grieb, Jsmin und Nadine Sheedvash, Alexander Hahn und Judith Groß wurden für elf Jahre aktive Mitarbeit geehrt. Oliver Weber ist jetzt 22 Jahre dabei. Das silberne Ehrenabzeichen für 25 Jahre passive Mitgliedschaft ging an Susanne Mandler und Marion Beppler.

Emotional wurde der Preis an Ehrenpräsident Arno Zimmermann verliehen. Er kam am 11.11.1965 zur KG Narrenzunft und ist bis heute einer der besten Spieler im Verein. Abendroth bezeichnete seine aktive Karriere im Club als „Full Night Program“. Zimmermann wurde mit einem besonderen Geschenk und einer Urkunde geehrt.