Der Karneval im mittelalterlichen Venedig ist eine der frühesten dokumentierten Karnevalsfeiern der Welt. Es zeigte immer noch beliebte Traditionen, darunter Karnevalsumzüge, Masken und Maskenbälle. Nach und nach verbreiteten sich die italienischen Karnevalszölle nach Norden in andere katholische europäische Länder, darunter Frankreich. Von Frankreich aus breitete sie sich auf das deutsche Rheinland und durch Kolonisation sogar auf Nordamerika aus (Karneval).

Der dritte gebräuchliche Begriff für den Karneval auf Deutsch, Fastnacht, bezieht sich auf den schwäbisch-alemannischen Karneval, der sich in gewisser Weise von Fasching und Karneval unterscheidet und in Baden-Württemberg, Franken (Nordbayern), Hessen und einem Großteil der Schweiz zu finden ist. Obwohl dieses Wort so aussieht, als käme es aus dem Deutschen für den „Vorabend der Fastenzeit“, basiert es doch auf dem altdeutschen Wort fasen („dumm, albern, wild sein“). So bedeutet das Wort, manchmal Fasnacht (ohne das t) geschrieben, tatsächlich so etwas wie „Nacht des Wildseins und Narrens“. Mehr über die Fastnacht erfahren Sie unten.

Die Geographie von Fasching, Fastnacht und Karneval
Obwohl die Aufteilung grob Nord-Süd ist, ist die Verwendung der drei Wörter etwas komplexer.

Fasching – Österreich (Mitte, Ost), Bayern (München, Würzburg); Berlin, Brandenburg, Sachsen (Sachsen)

Fastnacht (Fasent, Fasnet, Fasnacht, Fassenacht) – Arlberg (Westösterreich), Baden (Schwarzwald, Freiburg, Konstanz), Franken (Franken, Nordbayern), Hessen (Wiesbaden), Saarland, Mainz, Schwaben, Schweiz (Basel, Bern, Luzern, Zürich), Luxemburg (Fuesend, „Fasting evening“)

Karneval – Rheinland: Aachen, Bonn, Köln (Köln), Düsseldorf

Katholischer Karneval
Der Karneval ist eine katholische Tradition und kommt fast ausschließlich in katholischen Ländern (wie Österreich) oder katholischen Regionen (wie Bayern und Rheinland) vor. In einigen protestantischen Gebieten gibt es jedoch Karnevalsfeste, vor allem in Berlin und in Zürich (wo die Fasnacht nach Beginn der Fastenzeit stattfindet). Wie wir unten sehen werden, gibt es so viele Möglichkeiten, das zu feiern, was die Deutschen „die fünfte Jahreszeit“ nennen, wie es Orte gibt, an denen es gefeiert wird!

Der Karneval im Norden und im Rheinland ist bekannt für seine politische und soziale Parodie. Aufwändige Floats machen sich über lokale, nationale und internationale Politiker sowie die Nachrichtenveranstaltungen des vergangenen Jahres lustig. Obwohl sie auch parodiert sein können, liegt der Schwerpunkt in vielen Fasching- und Fastnachtsregionen auf traditionellen Masken und der Verkleidung als Teufel, Narren und wilde Tiere. Militärähnliche Uniformen sind ebenfalls weniger verbreitet als in den Regionen des Karnevals.

Die Büttenrede
In Köln begann die Karnevalstradition der humorvollen, reimenden Reden namens Büttenreden. Eine ganze Branche, komplett mit Büchern und Websites, ist um sie herum entstanden. Die Büttenrede hat ihren Namen von dem tonnenförmigen Podium, oder die Bütt, wo der Sprecher steht, um seine Büttenrede zu geben. Einige Redner (Büttenredner) sind für ihr Handwerk bekannt geworden. (Siehe verwandte Links unten.)